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Per Rad und Schiff durch Masuren

 1. Tag, Samstag: Individuelle Anreise in die Masurische Seenplatte nach Nikolaiken
(a) ...per PKW nach Masuren (Stellplatz für die Dauer der Reise reservierungspflichtig, 45 Euro/Woche) oder Warschau (Parkplatz am Flughafen ca. 60 Euro/Woche) und weiter mit » Masuren-Shuttle nach Nikolaiken.
(b) ...per Flug nach Warschau Frederic Chopin, von wo aus ab 15:00 Uhr der Bustransfer startet. Der Masuren-Shuttle fährt über den Hauptbahnhof „Warszawa-Centralna“ und via Warschauer-Altstadt nach Masuren.
(c) ...per Bahn via Berlin nach „Warszawa-Centralna“. Ab 16:00 Uhr Transfer mit dem Masuren-Shuttle via Altstadt nach Masuren.

Tourbesprechung und Radausgabe erfolgen am gleichen Abend oder am nächsten Vormittag.

2. Tag, Sonntag: Nikolaiken – Lucknainer See – Nikolaiken  (ca. 20 km)
Nach dem Frühstück erfolgen Tourbesprechung und Radausgabe. Danach machen Sie eine Erkundungs-tour, die Sie u.a. ins Zentrum von Nikolaiken führt. Die Kleinstadt gilt als schönster und beliebtester Feri-enort Masurens. Vom Marktplatz aus sehen Sie das Wappentier Nikolaikens, die Sagengestalt des „Stinthengst“, der unter einer Brücke angekettet im Wasser liegt. Am Nachmittag geht es weiter zum Lucknainer See. Der kleine See, der im Masurischen Biosphären Reservat liegt, ist Brutgebiet für viele seltene Wasservögel und vor allem bekannt für die großen Scharen von Höckerschwänen. Von einem Aus-sichtspunkt genießt man den Blick auf dieses Vogelparadies in einer unberührten Naturlandschaft.

3. Tag, Montag: Nikolaiken – Popiellno – Wejsuny – Kamien – Nikolaiken (ca. 30 km)
Morgens unternehmen Sie eine Radtour zur Fähre von Wierzba und setzen auf der andere Seite den Weg per Rad fort. Im nahen Popiellnen besuchen Sie eine biologische Station, die zur Rückzüchtung des urzeitlichen Tarpan-Pferdes eingerichtet wurde. Auf der umliegenden Halbinsel werden die Tiere ausgewildert, so dass man in den lichten Wäldern mit etwas Glück eine kleine Herde entdeckt. Die Weiterfahrt nach Kamien führt über Wejsuny [Weissuhnen], ein altes, ostpreußisches Dorf mit hübscher Kirche im Ordensstil und schönen alten Holzhäusern, die teilweise über 100 Jahre alt sind. An der Schleuse von Guzianka vorbei setzen Sie die Radtour um den Beldahnsee herum fort bis nach Kamien, wo die MS CLASSIC LADY bereits auf Sie wartet. Genießen Sie die Schifffahrt über den Beldahnsee vom Logenplatz auf dem Sonnendeck.

4. Tag, Dienstag: Nikolaiken – Rhein – Wolfsschanze – Wilkasy (ca. 50 km)
Der Tag beginnt mit einer Schifffahrt Richtung Rhein [Ryn]. Per Rad geht es anschließend zur ehemaligen Schäferei und weiter zur Wolfsschanze, wo sich die Reste des ehemaligen Führerhauptquartiers befinden. Bei einer Führung sehen Sie u. a. den Gedenkstein, der an Graf von Stauffenberg und die Widerstands-kämpfer des 20. Juli 1944 erinnert. Wer will, fährt einen individuellen Abstecher (plus 17 km) nach Rasten-burg [Ketrzyn]. Sehenswert sind die Ordensburg und die Wehrkirche St. Georg, in der ein Bild aus der Schule Lukas Cranachs untergebracht ist. Durch Wiesen, Felder und einsame Dörfer geht es nach Wilkasy, wo die MS CLASSIC LADY Sie wieder erwartet.

5. Tag, Mittwoch: Wilkasy – Lötzen – Goldapgar-See – Wilkasy (ca. 54 km)
Die Radtour führt über Lötzen [Gizycko] zum Goldapgar-See. Sie unternehmen einen Rundgang durch Lötzen, das Wassersportzentrum Masurens, und sehen eine handbetriebene Drehbrücke, die immer noch in Betrieb ist und ein seltenes Technikdenkmal darstellt. Weiter geht es zu der nach Plänen des preußischen Hofarchitekten Schinkel erbauten Kirche, in der jetzt wieder deutschsprachige Gottesdienste stattfinden. Bei Lötzen besuchen Sie die Feste Boyen aus der Mitte des 19. Jh., die zur Absicherung der Engstelle zwischen Löwentinsee und Mauersee errichtet wurde. Weiter geht die Fahrt zum Goldapgar-See, dann um den See herum und über Possessern nach Wilkasy zurück zum Schiff..

6. Tag, Donnerstag: Wilkasy – Rhein – Zondern – Nikolaiken (ca. 42 km)
Der heutige Tag beginnt mit einer stimmungsvollen Schifffahrt auf der schönen „Fünf-Seen-Route“ nach Szymonka. Erste Station der Radtour ist Rhein mit seiner Ordensburg aus dem 14. Jh. Die Burg wurde im barocken Stil umgestaltet und diente eine Zeit lang als Gefängnis. Heute ist hier ein mondänes Hotel untergebracht. Im Innenhof kann man ein glasüberdecktes Rittergrab mit Beigaben betrachten. Dann geht die Tour weiter nach Zondern. In einem 200-jährigen Bauernhaus hat die Familie Dickti ein Heimatmuseum mit vielen alten Hausgeräten und typisch masurischen Möbeln eingerichtet. In der Scheune nebenan stehen alte landwirtschaftliche Gerätschaften und Maschinen. Nach dem Besuch des Museums führt der Weg am Talter Gewässer entlang nach Nikolaiken und zur Anlegestelle der MS CLASSIC LADY.

7. Tag, Freitag: Nikolaiken – Eckertsdorf – Kruttinnen – Nikolaiken (ca. 38 km)
Nach einer kurzen Schiffsfahrt beginnt die Radetappe in Kamien und führt über Eckertsdorf nach Kruttin-nen. In Eckertsdorf [Wojnowo] liegt inmitten herrlicher Naturlandschaft das russisch-orthodoxe Kloster der Philipponen. Die sog. Altgläubigen ließen sich 1825 hier nieder. Ihre Häuser und die Holzkirche mit goldenem Zwiebelturm verweisen auf das russische Erbe der Glaubensflüchtlinge. Das ausgedehnte Waldgebiet der Johannisburger Heide wird durchzogen von einem glasklaren Flüsschen, das reich an Fischen und Krebsen ist. Die Stocherkahnfahrt auf der Kruttinna gilt als Höhepunkt jeder Masurenreise. Lassen Sie die Seele baumeln, während Ihr Boot fast geräuschlos durch das kristallklare und fischreiche Wasser gleitet. Ausgangsort ist das Dorf Kruttinnen, wo man u.a. auch masurische Handarbeiten, Souvenirs und Kunst-handwerk kaufen kann. Besonders reizvoll ist die Einkehr in einem Lokal mit Terrasse direkt am Fluss, wo fangfrischer Fisch serviert wird. Über Galkowo mit dem Reiterhof Gut Ferenstein und dem Forsthaus, in dem heute ein nostalgisches Restaurant untergebracht ist, führt die Radtour zurück zur Anlegestelle in Nikolaiken.

8. Tag, Samstag: Verlängerung/Abreise
Transfer nach Warschau (Ankunft am Warszawa Centralna ca. 11:45 Uhr, Ankunft Flughafen ca. 12:20 Uhr).
Zum Reisebeginn oder Reiseende empfehlen sich Zusatznächte in Warschau, einer pulsierenden Metropole mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und interessantem Kulturprogramm.


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